Gleichbehandlungs-Check prüfen mit gb-check.de

Statistiken

Die Statistiken des gb-checks sind Excel-Tabellen. Diese werden mit den unternehmenseigenen Daten ausgefüllt und weisen anschließend - je nach Prüfbereich - bestimmte Summen und geschlechterbezogene Anteile an einer Grundgesamtheit automatisch ausweisen. Diese Anteile geben Hinweise auf eine Gleichbehandlung der Geschlechter bzw. auf mögliche Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts. In den Statistiken des gb-checks wird zwischen Frauen, Männern und Personen differenziert, die eine andere oder keine Angabe zu ihrem Geschlecht machen. Dies können Personen sein, die transsexuell, transgender, transgeschlechtlich oder intersexuell, intergender oder intergeschlechtlich sind. Dies soll die Sensibilität für Trans*- und Inter*-Personen und ihre Wahrnehmung erhöhen, auch wenn das Vorliegen entsprechender Daten bei einem Arbeitgeber nicht selbstverständlich ist. Das kann auch daran liegen, dass eine solche Erhebung von den betroffenen Personen nicht gewünscht ist.

Statistiken gibt es zu den Prüfbereichen

  • Personalauswahl: Einstellungen (PDF-Version/ Excel-Version)

    Mit dieser Statistik werden verschiedene Stationen eines Personalauswahlprozesses bei Einstellungen mit geschlechterdifferenzierten Daten abgebildet. Erfasst werden im ersten Schritt die eingegangenen Bewerbungen, im zweiten Schritt die Bewerber_innen, die in die engere Auswahl kamen und zum Gespräch (oder einem anderen Auswahlverfahren) eingeladen wurden. Im dritten Schritt werden die eingestellten Personen erfasst. Vor dem Ausfüllen ist der Zeitraum zu bestimmen, der erfasst werden soll, z. B. ein Kalenderjahr.

  • Personalauswahl: beruflicher Aufstieg (PDF-Version/ Excel-Version)


    Diese Statistik erfasst die internen Bewerber_innen für eine Stelle, mit der ein interner Aufstieg verbunden ist. Als beruflicher Aufstieg gilt die Besetzung einer höherwertigen, besser vergüteten Stelle. Ein reiner Gehaltsaufstieg auf derselben Stelle, der keine Bewerbung voraussetzt, wird hiermit nicht erfasst.

    .
  • Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen: Beschäftigtenstruktur (PDF-Version/ Excel-Version)


    Die Statistik zur Beschäftigtenstruktur stellt wesentliche betriebliche Daten zur Zusammensetzung der Belegschaft nach Geschlecht und weiteren spezifischen Kriterien dar. Es sollte eine möglichst große Grundgesamtheit des Betriebs erfasst werden. Die Datenerhebung kann außerdem nach weiteren Merkmalen, z. B. ethnische Herkunft oder Alter, differenziert werden, um Mehrfachdiskriminierung in den Blick zu nehmen.

    .
  • Arbeit- und Beschäftigungsbesdingungen: betrieblicher Gesundheitsschutz (PDF-Version/ Excel-Version)


    Die Statistik zum betrieblichen Gesundheitsschutz erfasst Angaben zu meldepflichtigen und tödlichen Arbeitsunfällen, zu Ursachen von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten, Arbeitsunfähigkeitsfällen und deren Dauer sowie zu Fällen von verminderter Erwerbsfähigkeit und ihren Gründen. Erhoben werden außerdem Fälle von sexueller Belästigung, differenziert nach Beschwerden und gerichtlichen Verfahren. Die Statistik umfasst auch Daten, die betriebliche Maßnahmen zum Eingliederungsmanagement und zum Gesundheitsschutz ausweisen.

  • Betriebliche Weiterbildung (PDF-Version/ Excel-Version)

    Mit dieser Statistik werden die Teilnehmenden an Maßnahmen der betrieblichen Weiterbildung differenziert nach Geschlecht und Arbeitszeit (Vollzeit/Teilzeit) erfasst. Zur betrieblichen Weiterbildung zählen alle beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen, die durch Unternehmen bzw. Organisationen ausdrücklich als solche gestaltet, initiiert oder zumindest teilweise (finanziell oder organisatorisch) unterstützt werden, z. B. Seminare, Inhouse-Schulungen. Nicht dazu zählen Qualifizierungsvorgänge, die mit der jeweiligen Beschäftigung selbst einhergehen, wie z. B. Lernen und Erfahrungserwerb durch Ausübung der Tätigkeit, (unsystematische) Einarbeitungsprozesse sowie Wissensvermittlung durch Kolleg_innen oder Vorgesetzte.

  • Beurteilungen von Leistungen, Potenzialen und Kompetenzen (PDF-Version/ Excel-Version)

    Mit dieser Statistik können erste Hinweise auf mögliche Benachteiligungen bei Beurteilungen gewonnen werden. Das Ziel ist eine Überprüfung der Gleichbehandlung der Geschlechter und ihrer Chancengleichheit bei der Beurteilung ihrer Leistungen, Potentiale und Kompetenzen. Möglich sind auch Merkmalskombinationen, wie z. B. Geschlecht und Alter, um Mehrfachdiskriminierungen erkennen zu können. Eine zusätzliche Differenzierung nach der vereinbarten Arbeitszeit (Vollzeit/Teilzeit) ist in der Statistik bereits vorgesehen

  • Arbeitszeit (PDF-Version/ Excel-Version)

    Mit dieser Statistik können Hinweise für eine familienfreundliche und gleichstellungsförderliche Gestaltung der Arbeitszeit gewonnen werden, mit der Benachteiligungen vorgebeugt werden kann. Hinweise auf Diskriminierungspotentiale einzelner Arbeitszeitmodelle (insbesondere Teilzeit) finden sich in der Verfahrensanalyse zu Arbeitszeit des gb-check, sowie bei eg-check.de mit Blick auf benachteiligende Effekte beim Entgelt.