Gleichbehandlungs-Check prüfen mit gb-check.de

Schritt für Schritt durch den gb-check

1. Schritt: Bilden Sie eine Projektgruppe

Die betriebliche Projektgruppe hat den Auftrag, gb-check durchzuführen. Dabei sollten möglichst viele und auch kritische Sichtweisen und Argumente ausgetauscht werden. Eine offene und konstruktive Arbeitsatmosphäre ist dafür genauso wichtig wie die Beteiligung verschiedener Interessengruppen. In der Projektgruppe sollten deshalb Mitglieder der Personalabteilung und des Betriebs- bzw. Personalrats sowie Diversity- und/oder Gleichstellungs-Beauftragte vertreten sein. Weitere sachkundige oder für das Thema Gleichstellung engagierte Beschäftigte können hinzugezogen werden. Der Projektgruppe sollten möglichst gleich viele Männer und Frauen angehören. Die Projektgruppe wird pro Prüfbereich etwa zwei Tage gemeinsam arbeiten. Die Prüfung startet mit einem halbtägigen Einstiegsworkshop, in dem die Mitglieder über das Instrumentarium gb-check und das Prüfprojekt informiert werden und gemeinsam über Schritt 2 entscheiden.

Weitere Hinweise finden Sie im Praxishandbuch.

2. Schritt: Wählen Sie die Prüfbereiche und Werkzeuge aus

Die Projektgruppe muss nicht alle Prüfbereiche und Werkzeuge bearbeiten, sondern es können einzelne Prüfbereiche ausgewählt und die hierfür entwickelten Werkzeuge einzeln oder in Kombination genutzt werden. Die Prüfbereiche können auch nacheinander, in zeitlichen Abständen bearbeitet werden. Welche Prüfbereiche und Werkzeuge ausgewählt werden, hängt vom aktuellen Interesse oder dem Auftrag der Projektgruppe ab. Denkbar ist, dass ein Bereich gewählt wird, in dem bereits viele gleichstellungspolitische Maßnahmen ergriffen wurden, deren Wirksamkeit und Erfolg nun überprüft werden soll. Oder es wird ein Bereich ausgewählt, von dem vermutet wird (oder bekannt ist), dass hier gleichstellungspolitischer Handlungsbedarf besteht.

Weitere Hinweise finden Sie im Praxishandbuch zum Gleichbehandlungs-Check.

3. Schritt: Sammeln Sie Daten und Informationen

Wieviel Zeit für die Sammlung und Bereitstellung von Daten und betrieblichen Informationen benötigt wird, hängt von den gewählten Prüfbereichen bzw. Werkzeugen ab und davon, welche Daten und Informationen im Unternehmen oder der Verwaltung bereits regelmäßig zur Verfügung gestellt werden. Die betriebliche Projektgruppe klärt, welche Daten, Regelungen und Informationen erforderlich sind und legt fest, wer für die Zusammenstellung verantwortlich ist.

Weitere Hinweise finden Sie im Praxishandbuch.

4. Schritt: Bearbeiten Sie die ausgewählten Werkzeuge

In einem Analyse-Workshop bearbeitet die Projektgruppe gemeinsam die ausgewählten Werkzeuge. Das bedeutet für Statistiken, dass die aufbereiteten Zahlen durchgesehen und interpretiert werden. Werden Verfahrensanalysen angewendet, so werden die Fragen und Erläuterungen durchgelesen und Antworten mit Erläuterungen formuliert. Bei Paarvergleichen werden die geforderten Informationen in das Formular eingetragen und verglichen.

Im Praxishandbuch und bei den Werkzeugen selbst finden sich weitere Hinweise zur Bearbeitung der Werkzeuge.

5. Schritt: Erstellen Sie einen Ergebnisbericht

Der Ergebnisbericht fasst den Prüfprozess und seine Ergebnisse zusammen. Er macht das Prüfprojekt für die Beteiligten, aber auch für andere Personen und Gremien im Unternehmen nachvollziehbar. Außerdem ist der Ergebnisbericht die Basis für die Planung und Umsetzung erforderlicher Maßnahmen. Auch außerhalb des Unternehmens oder der Verwaltung kann der Ergebnisbericht genutzt werden, z.B. für die Öffentlichkeitsarbeit oder als Voraussetzung für das Zertifikat der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Weitere Hinweise finden Sie im Praxishandbuch.

6. Schritt: Entwickeln Sie Maßnahmen zur Verbesserung der Gleichbehandlung

Sobald der Ergebnisbericht vorliegt, trifft sich die Projektgruppe zu einem Abschlussworkshop, um über konkrete betriebliche Maßnahmen und ihre Umsetzung zu beraten. Es kann sein, dass zunächst andere Gremien oder Funktionen über die Analyseergebnisse informiert werden müssen. Denkbar ist aber auch, dass bereits konkrete Umsetzungsschritte geplant werden können – also "Wer macht was bis wann?".

Weitere Hinweise finden Sie im Praxishandbuch.